10.07.2015

Zum Ergebnis des griechischen Referendums – ein Kommentar von Per Lennart Aae

Zur Person: Per Lennart Aae wurde 1940 in Stockholm geboren und studierte Mathematik und Informatik. Seit Ende der 70er Jahre ist Aae deutscher Staatsbürger, lebte in Feldkirchen-Westerham und trat der NPD bei. Aae meldete 1997 eine Demonstration gegen die Antiwehrmachtsausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-44“ in München an, die eine der größten Demonstrationen nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland wurde. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag.

De facto haben sich die Griechen GEGEN den Globalismus, FÜR die nationale Selbstbestimmung und die Demokratie und FÜR eine mit dem eigenen Land verwobene, schwerpunktmäßig regional und national orientierte Volkswirtschaft entschieden.

Es heißt zwar, daß über 80 Prozent der Griechen im Euro-System bleiben wollen. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, daß sich ihr Land im Hinblick auf fast alle Industrieprodukte zu einer reinen Importwirtschaft entwickelt hat und inzwischen so weit ist, daß es – als klassisches Agrarland – sogar auf Lebensmittelimporte angewiesen ist.

Dennoch haben sich die Griechen im heutigen Referendum offenbar mit großer Mehrheit INDIREKT GEGEN DEN EURO ausgesprochen, und zwar gegen dessen FOLGEN, insbesondere gegen die Verarmungspolitik und die Aufgabe der wirtschaftspolitischen Selbstbestimmung. Damit haben sie de facto eben auch gegen den Euro selbst votiert, denn es ergäbe keinen Sinn, sich GEGEN die Folgen einer Droge, aber FÜR diese selbst zu entscheiden. Politisch umsetzbar wäre es auf keinen Fall!

IN DER TAT IST GRIECHENLAND GERADE DURCH DEN EURO IN SEINE HEUTIGE LAGE HINEINGEZWUNGEN WORDEN. Man könnte zwar auch sagen, daß die Griechen selber schuld seien, weil sie der Versuchung des süßen Gifts der Globalisierung, der Abkehr von der nationalen Leistungs- und Daseinsvorsorgegemeinschaft und der darin begründeten Selbstbeschränkung erlegen sind. Das kann man aber dem einzelnen Griechen nicht vorwerfen, sondern nur dem politischen System und der dafür verantwortlichen politischen Führung. Denn hier gilt das Gesetz, daß das wirtschaftliche Handeln des einzelnen Bürgers i. d. R. nicht vom Interesse der gesamten Volkswirtschaft – und schon gar nicht der EU- oder der Weltwirtschaft –, sondern nur vom unmittelbaren Eigeninteresse bestimmt wird. Und dieses wurde bereits vor 20 Jahren gewissermaßen auf die Zerstörung der nationalen Volkswirtschaften umgepolt, und zwar durch den Grundsatzbeschluß der EU-Staats- und Regierungschefs in Madrid 1995 zur Einführung des Euros.

Für Griechenland und die anderen südeuropäischen Länder bedeutete das zunächst rapide fallende Zinsen auf den internationalen Finanzmärkten und dadurch eine durch Kapitalimport verursachte, noch nie dagewesene Kredit- und Geldschwemme, die mit entsprechenden Leistungsbilanzdefiziten einherging. Die Globalisten jubelten, weil im bis dahin eher beschaulichen Süden Europas ein unglaublicher Wirtschaftsboom aus Konsum, Bauinvestitionen, Finanzgeschäften u.s.w. einsetzte.

Als schon deutlich erkennbar war, daß durch dieses Strohfeuer in Wirklichkeit die betreffenden Volkswirtschaften – und damit auch die entsprechenden Gesellschaftsstrukturen – in ihrer Substanz verfielen, setzten die Internationalisten in Brüssel und Frankfurt und die ihnen hörigen nationalen Regierungen der Euro-Länder ihre Vernichtungspolitik nach den Vorgaben der internationalen Hochfinanz noch fort, und zwar durch die sogenannten Euro-Rettungsprogramme, die, statt die bisherige Entwicklung zu bremsen, die wirtschaftliche Erosion noch beschleunigten. Das gilt übrigens, wenn auch in etwas anderer Weise, auch für den Norden Europas, wie den vielen ahnungslosen Deutschen, Niederländern, Finnen etc. in naher Zukunft schmerzhaft deutlich werden dürfte.

Der Euro – wie die wirtschaftliche Extremglobalisierung in jeglicher anderer Form – ist nicht vor allem deswegen zu verurteilen, weil er „technisch“ falsch implementiert worden sei, also weil er im fachpolitischen Sinne auf den falschen geld-, fiskal- oder wirtschaftspolitischen Vorgaben oder auf der Nichteinhaltung der „richtigen“ Vorgaben beruhe. Nein, er ist vielmehr aus prinzipiellen Gründen abzulehnen, denn mit ihm wird exakt jene Entwicklung absichtlich herbeigeführt, die heute in Griechenland, wie auch im übrigen Südeuropa, stattfindet.

Die bei vollem Bewußtsein der dafür verantwortlichen Politiker beabsichtigte Gleichschaltung der Volkswirtschaften innerhalb des Euro-Raums – und perspektivisch im Rahmen des gesamten internationalen Turbofinanzkapitalismus – MUSS zwangsläufig zunächst zu einer Verarmung der, finanzkapitalistisch gesehen, „schwächeren“ Volkswirtschaften führen, und zwar ganz genauso, wie sie sich heute in Südeuropa abspielt, und wie wir sie übrigens durch Globalisierung und EU-Primat auch i den neuen Bundesländern und in anderen Schrumpfungsgebieten Deutschlands seit Jahren als sozioökonomischen Niedergang erleben.

Nur in der hoffentlich (!) utopischen Perspektive einer künftigen totalen Beseitigung aller regionalen und nationalen kulturellen Unterschiede und damit auch aller demokratischen Gesellschaftsformen zugunsten einer Diktatur der internationalen Hochfinanz könnte diese Globalisierungspolitik zu einem quasistabilen sozioökonomischen Zustand führen – den aber Gott verhüten möge!

In Rußland hat sich Präsident Putin angesichts der von der US-dominierten Hochfinanz erzwungenen Wirtschaftssanktionen gegen sein Land auf die eigenen volkswirtschaftlichen Kräfte besonnen. Daß dies Rußland leichter fällt als Griechenland, ist selbstverständlich. Trotzdem besteht aber kein Zweifel daran, daß auch die Griechen bei entsprechender nationaler Einigkeit diesen Weg gehen können. Er muß keineswegs den internationalen Handel ausschließen, setzt aber eine Abkehr vom internationalen Finanzsystem und eine Hinwendung zu bilateralen Handelsbeziehungen voraus.

Mittel- und langfristig wichtig ist vor allem, daß die Wirtschaft eines Landes mit dessen sozialen, ökonomischen, sowie kulturellen und ökologischen Gegebenheiten kompatibel und verträglich bleibt und sich nicht, wie im turbokapitalistischen System, von diesen abkoppelt. Das ist die KERNBOTSCHAFT DER RAUMORIENTIERTEN VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE, die in Deutschland heute nur von den Nationaldemokraten vertreten wird, die aber in absehbarer Zeit zum zentralen wirtschaftspolitischen Paradigma werden muß, wenn die menschliche Zivilisation ihre derzeitige Krise überwinden will.

Vielleicht kann – oder MUSS – nach dem heutigen Referendum die griechische Volkswirtschaft hierfür zu einem beispielgebenden Schrittmacher werden!

Inszenierter Terror

Der Ostthüringenbote

Vielleicht kennen Sie unsere Regionalzeitung für Gera und Ostthüringen, den Ostthüringenboten schon. Hier können Sie ihn herunterladen oder in gedruckter Form kostenlos bestellen.

Für Sie im Stadtrat

Seit der Kommunalwahl 2009 sitzen für Sie Gordon Richter und Frank Jahn als NPD-Abgeordnete im Stadtrat. Informieren Sie sich hier über die kommunalpolitische Arbeit der NPD im Stadtrat.

Informieren und mitdiskutieren

Hier können Sie sich eintragen, wenn Sie fortan aktuelle Meldungen der NPD Thüringen bequem per eMail erhalten möchten.

email:

Anmelden   Abmelden

  • NPD Kreisverband Gera
  • Postfach 12 20
  • 07502 Gera
 

Kontaktformular

Sie wünschen

Ich möchte die NPD Gera mit einer Spende unterstützen.

Ich spende:

Ihre Nachricht

Ich bin damit einverstanden, daß meine Daten elektronisch übermittelt und verarbeitet werden, und daß die Nationaldemokratische Partei Deutschlands mir weiteres Informationsmaterial zuschickt.

Anrede
Vorname*
Name*
Straße*, Nummer*
PLZ*
Ort*
EPost*
Alter