Schulschließungen: Linkes Vernichtungsprogramm des ländlichen Raums

Schulschließungen: Linkes Vernichtungsprogramm des ländlichen Raums

Das heute öffentlich gewordene Geheimpapier aus dem Thüringer Bildungsministerium, wonach die Schulen verbindliche Mindestgrößen haben müssen, bezeichnet der Landesvorsitzende der NPD, Tobias Kammler, als Fünfjahresplan zur Stillegung des ländlichen Raums im Freistaat.

Die Zeitung Freies Wort berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über das Papier, worin es heißt, daß Grundschulen im ländlichen Raum künftig mindestens 80 und im städtischen Bereich wenigstens 120 Schüler haben sollen. Auch für Gymnasien  (576), Regelsschulen (220) und Gesamt- oder Gemeinschaftsschulen (320) sollen verbindliche Mindestgrößen gelten. Nach Auffassung der NPD wäre ein solcher Schritt der bildungs- und familienpolitische Dolchstoß für den ländlichen Raum.

„Schon der diesjährige kommunale Finanzausgleich benachteiligt den ländlichen Raum massiv gegenüber städtischen Gebieten. Sollten sich die Pläne aus dem Geheimpapier durchsetzen, wäre dies das Ende für fast die Hälfte aller Grundschulstandorte in Thüringen, vorwiegend auf dem Land. Der Gleichschaltungsgedanke, der der formalistischen DDR innewohnte, erfährt durch das rot-rot-grüne Regime scheinbar eine neue Konjunktur. Wir Nationaldemokraten treten diesen politischen Schandtaten entschieden entgegen. Schulstandorte sind den Bedarfen des Landesentwicklungsplanes und der jeweiligen Region anzupassen und nicht an nackten Mindestzahlen festzumachen. Der Plan, das Land weiter der öffentlichen Daseinsvorsorge zu entledigen, scheint für die Landesregierung ein Fünfjahresplan zur endgültigen Lösung des ländlichen Raums zu sein“, sagte Tobias Kammler heute in Eisenach.

Die NPD fordert weiterhin für die Thüringer Schulen:

  • Die Schulstandorte sind zu erhalten
  • Der Freistaat muß ein Schulsanierungsprogramm ähnlich dem Konjunkturpaket der Bundesregierung aus dem Jahr 2009 schaffen, was den Landkreisen und kreisfreien Städten Mittel über den Kommunalen Finanzausgleich hinaus bereitstellt, um Sanierungsstau zu verhindern bzw. ihm zu begegnen
  • Die Höchstbeförderungsdauer von Schülern in Schulbussen darf bei Grundschulen 20 Minuten und bei Regelschulen und Gymnasien 40 Minuten nicht übersteigen
  • Die Beförderung von Schülern der 11. und 12. Klassenstufe muß grundsätzlich kostenlos sein
  • Überall ordentlich ausgestattete Schulsporthallen
  • Ein umfassendes Hortangebot ist zu schaffen – das von Rot-Rot-Grün abgeschaffte „Erprobungsmodell Hort“ des Landes sollte bei völliger Kostenübernahme des Landes verbindlich werden