Tag 11: Mihla, Wutha-Farnroda, Ruhla, Dermbach

Tag 11: Mihla, Wutha-Farnroda, Ruhla, Dermbach

Am Montag war ich in Mihla, Wutha-Farnroda, Ruhla und Dermbach unterwegs – allesamt Orte im Wartburgkreis und somit gewissermaßen ein Heimspiel für mich und die NPD.

In Mihla gab es endlich mal einen bunten Protest gegen unsere Kundgebung, was unser Dasein erst recht aufwertete. Die verlogene Berichterstattung im Nachgang zur Versammlung trübt das Bild unseres Erfolges, der nicht zuletzt durch den Einzug unserer Mitstreiterin Antje Vogt in den Gemeinderat deutlich wurde, nicht. Bürgermeister Lämmerhirt beklagt sich gar, daß unsere Antje eine Masse an Anträgen stellt. Wie widersinnig! Sie beantragte familienfreundliche Sanierungsmaßnahmen, u.a. an einem Spielplatz. Natürlich hielt auch sie eine Rede während unserer Kundgebung. Von einer so couragierten und mutigen Frau lasse ich mich gern in den Schatten stellen. Vor Ort war auch der SPD-Direktkandidat Matthias Kehr, der auf seinen Plakaten wirkt, wie Anthony Hopkins in „Das Schweigen der Lämmer“. Ob diese Ähnlichkeit in der Mimik des Plakates gewollt ist, kann ich nicht beurteilen. Schlußendlich sind wir in Mihla nicht mehr wegzudenken, da können sich die Roten auf den Kopf stellen, wie sie wollen.

Auch in Wutha-Farnroda sind wir längst ein Faktor. In dem Ort mit einem sozialen Brennpunkt namens Mölmen haben wir unsere Wahlergebnisse stets verbessert. Da Bürgermeister Gieß zumindest durch sein Ausscheiden aus dem Kreistag (die SPD wollte ihn nicht mehr) jetzt ein wenig mehr Zeit hat, kam auch er zu unserer Versammlung auf dem Mölmen und verteilte leere Dönertüten an uns. Was er damit erreichen wollte, schilderte er in der Lokalpresse, die ihn auch sinngemäß damit zitierte, daß er der einzige Gegendemonstrant in Wutha-Farnroda sei. Nun ja, die Dönertüten konnten wir zumindest noch in Eisenach einem türkischen Restaurantbetreiber übergeben. Ich hoffe, daß sie noch eine Anschlußverwendung finden und Herr Gieß den Wuthaer Dönerimbiss nicht umsonst um diese Tüten erleichtert hat.

Im Anschluß fuhren wir in die Bergstadt Ruhla, bekannt durch Feinmechanik und Präzision. Der ehemalige Bürgermeister (CDU), der im Kreistag auch mal einem NPD-Antrag zugestimmt hat, hätte möglicherweise mein Dialogangebot angenommen, der neue, Herr Ziegler, jedoch nicht. Daß er nicht mit mir sprechen wollte, zeigt die Unfähigkeit der SPD, sich mit Inhalten politischer Gegner auseinanderzusetzen. Mit einem Altenpfleger, der an uns herantrat, konnte ich interessante Gespräche führen. Das Pflegepersonal in den Altenheimen verdient unser aller Respekt! Auch für diese Berufsgruppe werde ich mich im Landtag besonders einsetzen, damit sie ordentlich verdienen, Bürokratie abgebaut wird und sie sich wieder auf die Pflege statt auf Schreibkram konzentrieren können.

In Dermbach fand die letzte Kundgebung des Tages statt. Hier in der Nähe wohnt unser Landesgeschäftsführer Tobias Kammler und die Rhön ist für die NPD seit Jahr und Tag eine Hochburg. Ergebnisse von 10 bis 25 Prozent sind in den Dörfern dieses schönen Landstriches keine Seltenheit. Entsprechend groß war die Aufmerksamkeit für meine Rede, die ich in Richtung der Einkaufsmärkte an der „Zehnt“ hielt. Die Anwesenheit von einer Handvoll ortsfremden SPD-Nachwuchs-Transparenthaltern wurde von den Dermbachern belächelt, ebenso wie der Tourbus von Heike Taubert, der erneut ohne die SPD-Spitzenkandidatin losfuhr. Möglicherweise wußte der Fahrer nicht, wer Taubert ist – allein wäre er mit dieser Unkenntnis jedenfalls nicht, wie Umfragen ergaben.

Alles in allem war dieser Tag für uns wieder ein Erfolg. Wir lassen keine Region im Stich und gehen nicht nur auf frisch sanierte Marktplätze, die mit Parteikadern gefüllt werden, so wie es die anderen Parteien tun. Wir gehen dorthin, wo die Menschen sind. Wir kennen Thüringen, nicht wie Bodo Ramelow, der bei seiner Greizer Kundgebung angab, in Weimar zu sein.

Herzlichst, Ihr

Patrick Wieschke