Tagebuch: Tag 3 – Bad Lobenstein, Kahla, Altenburg, Gera

Tagebuch: Tag 3 – Bad Lobenstein, Kahla, Altenburg, Gera

Liebe Thüringer,

gestern war ich in Bad Lobenstein, Kahla, Altenburg und Gera und konnte mir damit gleichermaßen Eindrücke vom ländlichen Raum und der flächenmäßig größten Stadt Ostthüringens machen.

In Bad Lobenstein machten wir Station auf dem belebten Markt, der überwiegend von älteren Menschen aufgesucht wurde. Markthändler berichteten mir, daß sie in ein paar Jahren wohl keine Kundschaft mehr haben, weil sich das Kaufverhalten mit der massenhaften Ansiedlung von Discountern und Einkaufszentren radikal geändert hat. Der Entregionalisierung möchte ich auch im Thüringer Landtag entgegentreten und dafür sorgen, daß heimische Betriebe und Händler über regionale Wirtschaftskreisläufe auch wieder auskömmlich regionale Produkte verkaufen können. Der Altersdurchschnitt der Gegendemonstranten von der LINKE war jedoch noch höher. Zum Jahrestag des Mauerbaus warf ich die Frage auf, ob sie zum Feiern auf den Markt gekommen sind. Der Zuspruch der Lobensteiner war dahingehend sehr hoch, sodaß wir jede Menge Infomaterial verteilen konnten.

Schizophrene Politik

Auch die Kundgebung in Kahla war überaus erfolgreich. In der Geburtsstadt meines Vaters machte ich die Schizophrenie der Etablierten deutlich, deren Wahlplakate auf dem Markt hingen. Sie fordern gerade das (neue Lehrer, Bildung, kostenfreie Kindergärten usw.), was sie längst hätten angehen können. Doch nicht nur das: Sie prangern frech jene Mißstände an, die sie selbst verursacht haben. Ich hoffe, daß die Thüringer auf derlei Klamauk nicht hereinfallen.

In Altenburg machten wir vor dem Kaufland inmitten eines Plattenbaugebietes Halt. Damit wird deutlich, daß wir uns nicht wie die etablierten Sonntagsredner jene Orte Thüringens rauspicken, wo man noch einigermaßen leben kann, sondern wir gehen dorthin, wo es soziale, finanzielle und wirtschaftliche Probleme gibt. Der Zuspruch der Bürger war enorm, unser Stand wurde von Interessierten regelrecht belagert. Diese Stimmung spüre ich überall, weshalb ich fest an unseren Landtagseinzug glaube.

Wir machen den Unterschied

Jene Stimmung war auch in Gera zu erkennen. Unsere Kundgebung fand an einer belebten Straßenbahnhaltestelle vor dem Plzen-Center im Stadtteil Lusan statt. Dort standen wir direkt vor einem Asia-Imbiß. Hier konnte ich mehrfach klarstellen, daß die NPD nichts gegen Menschen, wie dessen Betreiber hat, sondern jene ausweisen will, die uns auf der Tasche liegen oder kriminell sind. Wir machen den Unterschied! Auf der Kundgebung hat auch unser Stadtratsabgeordneter Gordon Richter gesprochen. Er ging in seiner Rede besonders auf die vielfältigen Probleme der Stadt ein, die sich nicht nur auf die Insolvenz der Stadtwerke beschränken, sondern ein Konglomerat aus Fehlentscheidungen der Stadt- und Landesführung sind.

Ich danke abschließend allen Teilnehmern unserer Versammlungen und freue mich, auch künftig neue Gesichter zu sehen und mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Ihr Patrick Wieschke

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