Flieger, Ritterkreuzträger, Kamerad und Vorbild! – Wir gedenken Hajo Herrmann

Ein großer Kämpfer für Deutschlands Freiheit ist von uns gegangen. Während des außerordentlichen Bundesparteitages der NPD in Hohenmölsen im anhaltinischen Burgenlandkreis, bei dem mit übergroßer Mehrheit das Zusammengehen der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) mit der Deutschen Volksunion (DVU) beschlossen wurde, informierte unser Parteivorsitzender die Delegierten darüber, daß unser Kamerad Hajo Herrmann Tags zuvor, am 5. November, im Alter von 97 Jahren, zur großen Armee abberufen wurde. In kurzen, bewegenden Worten ließ Udo Voigt das kampfgeprägte Leben von Oberst Hajo Herrmann vor dem geistigen Auge der aus allen Teilen Deutschlands angetretenen Abordnungen ihrer NPD-Verbände, die sich dazu von ihren Sitzplätzen erhoben hatten, noch einmal vorüberziehen.

Die soldatische Laufbahn des hochdekorierten Kampf- und Jagdfliegers begann, nach einer infanteristischen Ausbildung und der Freiwilligenmeldung zur neugebildeten deutschen Luftwaffe, als Pilot der Legion Condor 1936 in Spanien und endete nach 10-jähriger Kriegsgefangenschaft in sowjetischen Lagern im Oktober 1955. Dazwischen liegen unzählige waghalsige Einsätze an allen Fronten des Krieges und in der Luftverteidigung über dem Reichsgebiet, vier Mal wurde er abgeschossen, zwei Mal verwundet.

Bekannt wurde Herrmann, der zu dieser Zeit bereits für seine Verdienste in der „Luftschlacht um England“ das Ritterkreuz trug, durch einen Luftangriff auf den Hafen von Piräus im April 1941, bei dem er auf eigenen Entschluß mehrere Schiffe versenkte und damit buchstäblich auf einen Schlag den gesamten Munitionsnachschub der britischen Expeditionsstreitkräfte für ihren Griechenlandfeldzug vernichtete.

Unzählige deutsche Zivilisten, Frauen, Kinder und Alte verdankten ihm sein Leben. Durch das von ihm entwickelte „Wilde-Sau-Nachtjagdverfahren“ wurde die Abwehr der mörderischen alliierten Nachtbomberangriffe effizienter. Dafür erhielt er am 2. August 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Seine überragenden Leistungen in der Reichsverteidigung wurden 1944 mit der Verleihung der Schwerter zum Ritterkreuz gewürdigt. Er gehörte damit zu den höchstdekorierten Soldaten des Zweiten Weltkrieges.

Auf Herrmanns Vorschlag, den nächsten Bomberangriffen der Amerikaner mit den letzten zur Verfügung stehenden Maschinen und dem letzten Treibstoff im Rammeinsatz entgegenzutreten, erließ Reichsmarschall Göring im April 1945 einen entsprechenden Aufruf. Mehrere tausend Freiwillige folgten diesem. Das in der Folge von Herrmann geführte „Sonderkommando Elbe“ rammte ab dem 7. April 1945 amerikanische Bomber im Luftraum über Mitteldeutschland.

Über zehn Jahre Leidensweg in russischen Straflagern schlossen sich dem Versuch an, in sowjetische Hände geratene Kameraden im Austausch gegen seine Person freizubekommen. – So war Hajo Herrmann.

Nach Krieg und Gefangenschaft studierte Hajo in Kiel und London Jura, ließ sich als Rechtsanwalt in Düsseldorf nieder und verteidigte mutig von der BRD-Justiz verfolgte Dissidenten. Unter seinen Mandanten waren u.a. Generalmajor Otto Ernst Remer und der britische Historiker David Irving.

Hajo Herrmann war Zeit seines Lebens auch ein politischer Mensch. Häufig sprach er auf Veranstaltungen des „Nationalen Widerstandes“, vor kurzem auch wieder in Thüringen. Die ihn erleben durften, waren von seiner gradlinigen Persönlichkeit fasziniert. Er war Offizier im besten Sinne des Wortes. Wir verlieren mit ihm einen Kameraden, ein Vorbild, Deutschland einen seiner treuesten Söhne. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Ingeborg und seinen Angehörigen.

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